Die Bleilochtalsperre an der Saale

Quelle: Vattenfall

Die ab Mitte der 1920er Jahre errichtete Bleilochtalsperre ist eine von insgesamt fünf Talsperren an deren Oberen Saale und mit dem Ausgleichsbecken Burgkhammer Teil der sog. Saalekaskade. Die als Gewichtsstaumauer mit gekrümmter Achse konstruierte größte Talsperre Deutschlands ist zugleich die erste Staumauer, die aus Gussbeton ohne Blocksteineinlagen gebaut wurde. In jahrelangen Voruntersuchungen mit Bindemittelgemischen wurde ein geeigneter Beton entwickelt, der auf einer zweigeschossigen Betonierbrücke hergestellt und über bis zu 40 m lange Fallrohre verteilt wurde. Durch den Einbau zahlreicher Messgeräte konnten die durch Abbindewärme des Betons verursachten Rissbildungen erkannt und saniert werden. Die so gewonnenen Daten bildeten eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der Betontechnologie für Staumauern.

Technische Daten:
Funktion: Staumauer, Elektrizitätswerk
Konstruktion: Gewichtsstaumauer mit gekrümmter Achse, Krafthaus in Stahlskelettbauweise
Bauzeit: ab 1925 Baustelleneinrichtung, September 1930 bis Dezember 1931 (Staumauer), 2. Dezember 1932 Inbetriebnahme
Maße Staumauer: 65 m Höhe über Gründungssohle (zzgl. Hebebrücke), 208,50 m Länge und 7,2 m Breite Mauerkrone, 182.000 m³ Bauwerksvolumen, 4,80 m Lichter Durchmesser Druckrohre
Maße Stausee: 28 km Länge, 212,1 Mio. m³ Volumen, 9,5 km² Fläche
Maße Krafthaus: 71,80 m Länge, 14,85 m Breite, 32 m Höhe, zwei Maschinensätze mit je 20 MW Leistung (heute 80 MW Leistung)

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