Publikation

Der Flughafen Berlin-Tempelhof

Schriftenreihe Historische Wahrzeichen

Band 10

DER FLUGHAFEN BERLIN-TEMPELHOF

Autor: Thomas Blau
DIN A5, 108 Seiten zzgl. 8 Umschlagsseiten, 102 Abbildungen,
1. Auflage Juni 2011,
ISBN 978-3-941867-08-6,

Euro 9,80 inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

 

Der zwischen 1935 und 1941 erbaute Tempelhofer Flughafen ist noch immer einer der größten zusammenhängenden Gebäudekomplexe der Welt.
Seine über 40 m weit auskragende Dachkonstruktion war eine ingenieurtechnische Pionierleistung von großer bautechnischer Bedeutung. Der Flughafen galt wegen der gelungenen Synthese von Funktionalität und Architektur als richtungweisend für den weltweiten Flughafenbau. Er wird deshalb auch als „Mutter aller Flughäfen“ bezeichnet.
Bauingenieur Thomas Blau schildert in Band 10 auf Grundlage alter Quellen, neu aufgefundener Aktenbestände und seiner erworbenen Kenntnisse die ingenieurtechnischen Besonderheiten des Flughafens Berlin-Tempelhof. Die Beschreibungen werden mit zum Teil noch nie veröffentlichtem Bildmaterial kombiniert.

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Autoreninformation

Thomas Blau ist Jahrgang 48, studierte an der TU Dresden Bauingenieurwesen, arbeitete zunächst als Projektant im Massivbrückenbau in Erfurt, übernahm danach als Investitionsingenieur für Vorbereitung und Durchführung die Baumaßnahme „Verkehrszug Köpckestraße“ in Dresden, bevor er 1979 in den Kraftwerksanlagenbau wechselte.
Seit 1991 ist er als Ingenieur für Brückenprüfung in der Bauabteilung der Berliner Flughafen-Gesellschaft beschäftigt und für die beiden Flughäfen Tegel und Tempelhof zuständig.
Für den Flughafen Tempelhof hat er zunächst für jedes vom Straßenverkehr befahrene Bauwerk sukzessive eine aktuelle Bauzustandsanalyse, die Einstufung der Tragfähigkeit und das Anlegen eines Brückenbuches nach DIN1076 veranlaßt. Im Ergebnis dieser Prüfungen mußte u.a. auf Grund nicht mehr ausreichender Tragfähigkeit 1993 der Zufahrtstunnel D1 zum Frachthof des Flughafens abgebrochen und neu errichtet werden.
Mitte 1996 veranlaßte er Untersuchungen zur Tragfähigkeit an den Stahlbeton-Fachwerkbindern über der Empfangshalle des Abfertigungsgebäudes, nachdem oberhalb der Binder seinerzeit neue Ausbaulasten eingetragen wurden, ohne die sichere Aufnahme der Kräfte durch die Konstruktion vorher geprüft zu haben. Die Verkehrslast für das Geschoß oberhalb der Binder mußte danach reduziert werden.
Nachdem die von den amerikanischen  Streitkräften (USAF) genutzten Räume 1993 der Flughafen-Gesellschaft zurückgegeben wurden, fand man Bauunterlagen vom Neubau des Flughafens von 1936. Etwa 4.000 Zeichnungen wurden von ihm und seinem Mitarbeiter gesichtet, systematisch erfaßt, katalogisiert und den einzelnen Bauteilen zugeordnet.
Auf Grund der gewonnenen Kenntnisse aus den aufgefundenen Konstruktionsunterlagen drängte er 2003 auf eine Untersuchung des Bauzustandes einer Gebäudeabfangung über der U-Bahn.
Resultierend aus diesen Untersuchungen mußte die Abfangkonstruktion aus Stahlbeton nach einer Standzeit von 67 Jahren instandgesetzt und verstärkt werden.

Inhaltsverzeichnis

Jens Karstedt

7         Editorial

Thomas Blau

8         Vorwort

Die Bauten des „neuen“ Flughafens Berlin-Tempelhof
12       Gesamtanlage
18       Flugsteig- und Flugzeughallen (Bauteil A1/2)
22       Abfertigungshalle (Bauteil B)
28       Bürogebäude (Bauteil C)
32       Straßen- und Eisenbahntunnel
34       Überbauung der U-Bahn (Bauteil H1rd)
36       Flügelbauten und Abschlussbau der Innenhöfe (Bauteile D, F und H)
40      Start- und Landebahnen (SLB), Bauteil L, Filmbunker
41       Gleisanlage
42      Anlagen für die technische Versorgung
43      Radarturm

   Der Bau des Flughafens
44      Der Bauherr
44      Die Baukosten
45      Der Umfang des Vorhabens
47      Der Prüfingenieur
47      Die Vorbereitung
52      Die Realisierung
52      Bauteil A, Flugsteighalle A1/A2 – Stahlbau
57      Bauteil A, Flugsteighalle A1/A2 (Hallenrückbauten/Treppentürme) – Massivbau
62      Bauteil B, Empfangshalle (Terminal) – Massivbau
70      Bauteil C, Bürogebäude, Abschlussbau des Ehrenhofes – Massivbau
75      Die Schwierigkeiten
79      Der Bau-Alltag

84     „E in Jegliches hat seine Zeit“

86      Nachwort

 Anhang
87      Literatur, Bildnachweis, Danksagung

104   Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland

108   Der Förderverein – Helfen Sie mit!